ÜBER MOTHERLAND
Was ist MOTHERLAND?
MOTHERLAND ist eine gemeinnützige Organisation, die mit kleinbäuerlichen Betrieben in Siaya County im Westen Kenias arbeitet: Wir senken Nachernteverluste, bauen lebendigen Boden auf und sichern faire Preise. Träger in Deutschland ist die Learning from the Motherland gUG (haftungsbeschränkt), 2023 in Hamburg gegründet und als gemeinnützig anerkannt. Vor Ort leitet unsere Partnerorganisation MOTHERLAND CBO die Arbeit, eine Community Based Organization in Siaya County. Heute gehören über 2.000 Bäuerinnen und Bauern zum Netzwerk.
Wo arbeitet MOTHERLAND?
In Siaya County im Westen Kenias, nahe am Victoriasee. 2025 waren wir in fünf Gemeinden aktiv: Pap Gori, Malanga, Boro, Yala und North Alego. In Siaya beweisen wir, dass das Modell funktioniert. Es lässt sich überall dorthin übertragen, wo Bäuerinnen und Bauern dieselben Hürden haben.
Wer steht hinter MOTHERLAND?
Diana Beata Krüger, Sebastian Fittko und Thomas Schindler haben die Organisation 2023 gegründet, nach mehr als sechs Monaten Gesprächen mit über 50 afrikanischen Unternehmer:innen und Fachleuten. Diana leitet die Learning from the Motherland gUG als Geschäftsführerin. In Kenia führt MOTHERLAND CBO die Arbeit, mit Catherine Sylvester Awuor als CEO und Violet Atieno als Head of Monitoring, Evaluation & Learning. Lerne das Team kennen →
Wie arbeiten die Learning from the Motherland gUG und MOTHERLAND CBO zusammen?
MOTHERLAND CBO ist eine unabhängige Community Based Organization in Siaya County. Sie führt die Arbeit im Feld gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern. Die Learning from the Motherland gUG in Hamburg sammelt Spenden, baut Technik und Partnerschaften auf und berichtet an Förderer. In Deutschland bleiben wir bewusst schlank: Jede neue Stelle entsteht in Kenia.
DAS PROBLEM
Was sind Nachernteverluste?
Nachernteverluste sind Lebensmittel, die zwischen Feld und Markt verloren gehen: bei der Ernte beschädigt, schlecht getrocknet, im Lager von Schädlingen oder Schimmel befallen, auf dem Transport verdorben oder weit unter Wert verkauft, weil eine Familie direkt nach der Ernte Geld braucht. Die FAO schätzt, dass in Subsahara-Afrika bis zu 37 % der Lebensmittel zwischen Erzeugung und Verbrauch verloren gehen (FAO, 2011). Für Kenia beziffert eine Studie von WRI Africa, FOLU Kenya und JKUAT aus dem Jahr 2025 die Verluste bei Mais auf 20 bis 36 %, den größten Teil davon im Lager (zur Studie).
Warum setzt MOTHERLAND nach der Ernte an?
Weil eine gute Ernte allein niemanden besser stellt. Wenn eine Bäuerin ihre Ernte nicht trocknen und lagern kann, keinen Transport und keine verlässlichen Abnehmer hat, muss sie an dem Tag verkaufen, an dem sie Geld braucht, zu jedem Preis. Nachernteverluste sind kein Lagerproblem. Sie sind ein Systemproblem: Umgang mit der Ernte, Trocknung, Lager, Transport, Abnehmer und Preis müssen zusammenspielen.
SO ARBEITEN WIR
Wie senkt MOTHERLAND Nachernteverluste?
Wir bauen mit den Bäuerinnen und Bauern die ganze Kette auf, Glied für Glied: lebendiger Boden, zertifiziertes Saatgut als Darlehen, Training zu Erntezeitpunkt, Trocknung und Sortierung, gemeinsame Sammlung und luftdichte Lagerung, Transport und feste Abnehmer. Fehlt ein Glied, geht der Wert verloren. So arbeiten wir →
Wie bekommen die Bäuerinnen und Bauern einen fairen Preis?
Über Nyota Beans, unsere Bohnen-Wertschöpfungskette. Die Bäuerinnen und Bauern kennen ihren Preis schon vor der Aussaat: MOTHERLAND kauft zu einem festen Preis, 2025 waren das KSh 125 pro Kilo statt der KSh 75, die es vorher auf dem freien Markt gab. Wir sammeln, lagern und verkaufen direkt an Abnehmer. So muss niemand nach der Ernte unter Druck verkaufen.
Wie funktionieren Saatgut-Darlehen und Saatgutbank?
Die Bäuerinnen und Bauern bekommen zertifiziertes Saatgut als Darlehen und zahlen es mit einem Teil ihrer Ernte zurück. Daraus wird das Saatgut für die nächste Saison. 2025 kamen 72,1 % der Darlehen zurück. Unsere ersten 3 Acre Saatgutvermehrung brachten 1.390,5 kg KEPHIS-zertifiziertes Nyota-Saatgut, und die Fläche wächst gerade von 20 auf 100 Acre.
Was bedeutet regenerative Landwirtschaft bei MOTHERLAND?
Sie beginnt beim lebendigen Boden: Kompost, organischer Dünger und Methoden, die den Boden aufbauen statt auslaugen. Gesunder Boden hält Wasser und Kohlenstoff und bringt mehr Ertrag. Lead Farmerin Liz Akinyi hat ihre Bohnenernte von etwa 30 kg auf 100 bis 120 kg pro Acre gesteigert. Für uns gilt: Regeneration muss sich für die Bäuerin lohnen, nicht nur für den Boden.
Was ist Lima AI?
Lima ist unsere KI-Agrarberatung auf WhatsApp. Sie antwortet rund um die Uhr auf Englisch, Swahili und Dholuo, der Sprache in Siaya, auf Grundlage geprüfter landwirtschaftlicher Inhalte. Dazu kommen Marktpreise, Boden- und Wetterinfos und ein Kurs mit 16 Modulen. Lima entsteht mit PeachStone AI und wird von der Cisco Foundation gefördert. Unser Ziel: 12.000 Bäuerinnen und Bauern auf Lima bis 2027.
Wer sind die Young Earth Guardians?
Young Earth Guardians ist unsere Arbeit mit der nächsten Generation. In Schulgärten in Siaya County lernen Kinder regenerative Landwirtschaft als etwas, das funktioniert, sich lohnt und den Boden heilt, während sie sehen, wie ihre Eltern einen fairen Preis bekommen. Mehr über Young Earth Guardians →
WIRKUNG
Was hat MOTHERLAND bisher erreicht?
2025 haben wir 517 Teilnahmen von Bäuerinnen und Bauern in fünf Gemeinden gezählt, 78,3 % davon Frauen. Geerntet wurden 8.946 kg Bohnen, und 83,7 % von 141 befragten Bäuerinnen und Bauern berichten von höherem Einkommen. Der Bohnenpreis stieg von KSh 75 auf KSh 125 pro Kilo. Alle Zahlen sind in unserem Wirkungsbericht 2025 belegt.
Wie misst MOTHERLAND Wirkung?
Alles läuft über ein digitales System: Registrierung, Saatgut-Darlehen, Ernte und Auszahlungen per M-Pesa. Wir erfassen über 70 Datenpunkte pro Bäuerin und Bauer, von Boden und Aussaat bis zu Verlusten und Einkommen. So lässt sich jeder Sack und jeder Schilling nachverfolgen. Violet Atieno, unsere Head of Monitoring, Evaluation & Learning in Kenia, leitet diese Arbeit. Wir messen, was sich für die Bäuerinnen und Bauern verändert, nicht wie viele Trainings wir gegeben haben.
Welche Ziele hat MOTHERLAND?
Über 15.000 Bäuerinnen und Bauern bis 2031 und 25.000 bis 2035, mit Nachernteverlusten von höchstens 10 % und 50 % mehr Einkommen. Unsere Strategie 2026–2031 →
UNTERSTÜTZEN
Wie kann ich MOTHERLAND unterstützen?
Am meisten bewegst du mit 200 for MOTHERLAND: 200 Menschen geben 50 € im Monat, zusammen 10.000 € im Monat für das ganze System. Einmal im Monat triffst du das Team aus Siaya im Circle-Call, und alle drei Monate bekommst du einen ehrlichen Bericht. Du kannst auch einmalig spenden oder als Unternehmen oder Stiftung Partner werden. Werde eine:r von 200 →
Ist meine Spende steuerlich absetzbar?
Ja. Die Learning from the Motherland gUG ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Spenden laufen über Bcause, und deine Spendenquittung bekommst du direkt von dort.
Wofür wird meine Spende eingesetzt?
Für das, was Projektförderungen selten bezahlen: die Local Impact Teams in Siaya, Lima AI, Monitoring und die Organisation, die alles zusammenhält. Monatsspenden sind nicht zweckgebunden und fließen dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Unser Budget für 2026 liegt bei 230.000 Euro, davon sind 190.000 Euro gesichert.
Kann ich meine Monatsspende jederzeit beenden?
Ja. Du kannst deine monatliche Spende jederzeit beenden oder pausieren. Wenn du Hilfe brauchst, schreib an diana@motherland.earth.
Woran erkenne ich, dass MOTHERLAND vertrauenswürdig ist?
Wir haben die Selbstverpflichtung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet und legen offen, wer wir sind, woher unser Geld kommt und wofür wir es ausgeben. Unsere Arbeit wurde im Rahmen der Zusammenarbeit mit der GIZ geprüft, unsere Buchhaltung erstellen wir mit einer Steuerberatung, und Freistellungsbescheid, Satzung und Wirkungsberichte sind öffentlich. Transparenz & Berichte →
Wer sind die Partner von MOTHERLAND?
Unter anderem GIZ, SAIS, KALRO, KEPHIS, die W.P. Schmitz Stiftung, die Cisco Foundation, die Chancemaker Foundation, Biovision, PeachStone AI, Rhea Soil Health, eProd Solutions, Duhqa und KOAN. Unternehmen und Stiftungen, die mit uns arbeiten wollen, schreiben an diana@motherland.earth.
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
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